Stuttgarter Zeitung: "In Stuttgart kann die Zukunft mitgestaltet werden"
- 30. Mai
- 3 Min. Lesezeit
Zwei Tage, fünf Konferenzen, 150 Redner: Das Zukunftsfestival Futuromundo bringt vom 25. bis 26. Juni Visionäre aus Wirtschaft, Bildung und Wissenschaft nach Stuttgart.
Wo treffen eine Nachfahrin des chinesischen Präsidenten, eine 15-jährige Unternehmerin und die Synchronstimme von James Bond aufeinander? Bei Futuromundo, dem zweiten Zukunftsfestival in Stuttgart. Die Veranstaltung soll Menschen zusammenbringen, die nicht nur über Zukunft sprechen, sondern sie auch aktiv gestalten wollen. Menschen, die bereit sind, aus Konzepten Realität zu formen. Und dabei ist es egal, ob es um Wirtschaft, Wissenschaft, Bildung oder Politik geht.

Foto: Max Kullmann
Am Donnerstag, 25., und Freitag, 26. Juni, werden insgesamt rund 150 internationale Gastredner rund um den Berliner Platz, die Liederhalle und das Haus der Wirtschaft die fünf Konferenzen mit Leben füllen – mit dem Ziel, zentrale Zukunftsfragen zu beleuchten, neue Ideen zu entwickeln, Partnerschaften zu knüpfen und konkrete Lösungsansätze zu entwickeln.
Dabei geht es unter anderem um diese Fragen: Wie könnte die Stadt der Zukunft aussehen und welche Rolle spielen wir selbst? Im Fokus stehen konkrete Zukunftsbilder für Wohnen, Arbeiten, Mobilität, Energie, öffentliche Räume und digitale Infrastrukturen, jenseits reiner Trendprognosen, hin zu umsetzbaren Leitideen.
Zudem spielt auch Bildung wieder eine große Rolle: Welche Rolle spielt KI? Wie muss in Zukunft gelernt werden – von der Kindheit bis in den Beruf? Konkrete Praxisbeispiele und Impulse aus Schule, Universität und Wirtschaft werden genannt und diskutiert. Referenten aus Leuchtturm-Schulen, der internationalen Wissenschaft und der Wirtschaft sind zu Gast. Unter anderem ist Pamela Burnard von der Universität in Cambridge dabei.
Mit 15 Jahren schon Unternehmerin
Auch Christina Elkemann von dm drogerie-markt wird Futuromundo besuchen. Sie spricht über neue Wege in der Ausbildung. Zu ihr gesellen sich Vertreterinnen und Vertreter von Organisationen wie T-Systems, Deutsche Telekom, Accenture, Meta, Europa-Park, Trumpf, Microsoft und Zaha Hadid Architects (London).
Ebenfalls zu Gast ist Bibifotima Zukhurova. Sie ist 15 Jahre alt und gründete gemeinsam mit ihrer Schwester das Finanzbildungs-Startup Marbiinvest. Sie ist Jungstudentin der Wirtschaftswissenschaften an der Universität Bielefeld und Schülerin am Gymnasium Harsewinkel. Und auch die Ministerin für Wirtschaft, Handwerk und Tourismus, Dr. Nicole Hoffmeister-Kraut (CDU), ist beim Festival unterwegs sowie auf der Bühne.
Berliner Platz wird zur Partymeile
Im Rahmen von Futuromundo wird sie zwar nicht Bowling spielen, aber das haben andere Akteure auf jeden Fall vor. Auf zehn Bahnen präsentieren sich im Rahmen der Veranstaltung ausgewählte Zukunftsgestalterinnen und -gestalter im Mauritius an der Schloßstraße. Teilnehmerinnen und Teilnehmer erhalten dabei Einblicke in das regionale Innovationsökosystem und können neue Kontakte knüpfen. Und natürlich kommt auch der sportliche Ehrgeiz nicht zu kurz. Gastgeber des Formats ist die städtische Wirtschaftsförderung.
Das Institut francais nimmt hingegen Videospiele genauer unter die Lupe. Unter anderem geht es um die Frage, wie Videospiele sinnvoll beim Lernen eingesetzt werden können – etwa zur Förderung von Sprachkompetenz, Motivation und interaktivem Lernen.
Damit die Vernetzung und gute Laune mit dem Ende der Konferenzen nicht endet, wird auch noch gefeiert. Der Berliner Platz wird am 25. Juni ab 17 Uhr zur musikalischen Partymeile umfunktioniert – für alle, egal ob mit oder ohne Eintrittskarte für Futuromundo.
Damit das Festival auch reibungslos über die Bühne gehen kann, benötigt es freiwillige Helfer – etwa 100 Stück. Wer eine Hälfte des Tages mit anpackt, erhält für die andere Hälfte kostenlosen Zugang zu allen Festivalbühnen. Bewerbungen sind unter www.futuromundo.com/volunteers möglich.
Wer ein Ticket möchte, zahlt für einen Tag zwischen 164 und 199 Euro. Für Lehrende, Schulleitende, Studierende und Seminare für Ausbildung und Fortbildung der Lehrkräfte gibt es stark vergünstigte Karten – für 66 Euro. Zwei Tage kosten zwischen 264 und 299 Euro. Vergünstigt liegt der Preis bei 99 Euro.
Autor: Torsten Ströbele
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